Geschichte, Legenden und Ursprung

Die Faszination für Maine Coon Katzen ist derart ausgeprägt, dass sich viele Legenden um den Ursprung dieser Katzenrasse ranken. Viele dieser Geschichten erscheinen heutzutage fragwürdig. Fakt bleibt alleine, dass die Rasse an sich erst Anfang der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine gewisse Bekanntheit erlangen konnte. Alles rund um die Maine Coon Katze spielte sich dabei zu Beginn in den USA ab. Erst Anfang der 1980er Jahre erreichte die Katzenrasse auch in Deutschland Anerkennung.

Sicherlich spielt bei der erschwerten Rasseanerkennung auch die Tatsache eine Rolle, dass Katzenrassen grundsätzlich schwerer voneinander zu unterscheiden sind als Hunderassen. Katzen erfüllen für den Menschen seit jeher lediglich zwei Aufgaben: Sie halten das Haus von Ungeziefer frei und leisten angenehme Gesellschaft. Die Aufgaben von Hunden sind hingegen sehr viel differenzierter (Schutz, Jagd, Gesellschaft, Hüten etc.), sodass sich die einzelnen Rassen mitunter sehr deutlich voneinander unterscheiden. So ist es schwieriger, Katzenrassen festzulegen und voneinander abzugrenzen. Und tatsächlich sieht die Maine Coon Katze zum Beispiel der Norwegischen Waldkatze sehr ähnlich.

Um die Geschichte der Maine Coon Katzen dennoch ein wenig genauer zu ergründen, haben wir im Folgenden wesentliche Informationen zu der Zuchtgeschichte und zu den Legenden zusammengestellt.

Zuchtgeschichte

Stammgebiet der Maine Coon Katzen sind die amerikanischen Neuenglandstaaten – allen voran selbstverständlich Maine. Der auch als The Pine Tree State bezeichnete Bundesstaat ist der östlichste der USA und liegt gleichzeitig weit im Norden der Vereinigten Staaten. Seit dem 19. Jahrhundert wurden die Maine Coons hier und bald schon in anderen Teilen der USA gezüchtet und es fanden sich viele Fans dieser Rasse.

Leider hielt dieser Hype um die intelligenten Halblanghaarkatzen zunächst nur rund ein halbes Jahrhundert an. Später, als man in den USA die Liebe zu den Maine Coons wiederentdeckte, musst die Zucht erst neu aufgebaut werden. Liebhaber setzten sich für die Anerkennung der Rasse ein. Dieses Ziel erreichte man bis Mitte der 1970er Jahre nahezu vollständig in den USA. Heute gibt es Maine Coon Katzen in vielen Teilen der Welt.

Ursprung und Legenden

Den Ursprung der Maine Coon Katzen vollends zu ergründen, ist bisher nicht gelungen. Es erscheint allerdings ratsam, ein wenig von den Mythen und romantischen Vorstellungen, die aufgrund der Faszination für die Katzenrasse entstanden sind, Abstand zu nehmen. Besinnt man sich auf das Wesentliche, ist es am wahrscheinlichsten, dass sich die Rasse in den USA entwickeln konnte, da Einwanderer ihre Haustiere mit in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten nahmen. So konnten auch Katzen mit langem und halblangem Haar Amerika erobern.

Ergänzend wird oft darauf angespielt, dass sich die halblanghaarigen Katzen in Maine und dem Rest Neuenglands besser durchsetzen konnten als andere Rassen, da sie durch ihr Fell bestens auf das mitunter unwirtliche Wetter eingestellt waren. Selektion wäre hier durchaus eine Option, wer sich allerdings ein wenig mit Biologie auskennt, wird schnell bezweifeln müssen, dass sich die eingewanderten Katzen erst in den USA an das Klima angepasst haben. Eine Möglichkeit besteht allerdings darin, dass die Katzen, die als Vorfahren der Maine Coons gelten, nicht erst ins Land kamen, als die USA schon bestanden, sondern schon lange Zeit zuvor zusammen mit den Wikingern. In diesem Fall wäre der Zeitraum, in dem eine Selektion stattfinden konnte, zumindest etwas angemessener.

Auch wenn die vielen Legenden, die sich um den Ursprung der Maine Coon Katzen ranken, eher kritisch gesehen werden müssen, so sind sie doch sehr unterhaltsam. Es wird häufig auf Marie Antoinette referiert, die dafür gesorgt haben soll, dass ihre geliebten langhaarigen Katzen in die USA gebracht wurden. Oder aber auf einen Kapitän, der zufälligerweise Coon hieß und auf seinem Schiff Katzen mitgeführt haben soll. Es wäre allerdings schon ein sehr seltsamer Zufall, wenn die Katzen, die durch ihren buschigen Schwanz an Waschbären (Racoons) erinnern, auch noch einen Besitzer gehabt haben sollten, der diese Namensverwandtschaft aufwies. Die These, dass der Namensbestandteil „Coon“ ausschließlich auf der Ähnlichkeit zu Waschbären basiert, ist ohne Frage überzeugender.

Mehr Informationen zur Maine Coon Katze finden sie auf den folgenden Seiten

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